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08.05.2015

Zeichen der gestiegenen Akzeptanz gegenüber Lesben und Schwulen in der katholischen Kirche

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Zur Novelle der „Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse“, erklären der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos) Ansgar Dittmar und der Sprecher der Schwuso Fachgruppe Kirche und Religion und Landesvorsitzender der Saar-Schwusos Edgar Spengler-Staub:

Wir  begrüßen, dass die eingetragene Lebenspartnerschaft nicht mehr in allen Fällen automatisch zur Kündigung führen soll. Es sind Zeichen der Abrüstung gegenüber Lesben und Schwulen, dass die in letzter Zeit erfolgten Gespräche offenbar zu einem gewissen Einlenken geführt haben. Hier ist insbesondere das Engagement von Bischof Ackermann zu loben, der sich innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz deutlich für ein Umdenken eingesetzt hat. Es ist an der Zeit, dass auch die katholische Kirche arbeitsrechtlich in der „Neuzeit“ ankommt, wenn schon Papst Franziskus sagt: „Wenn eine homosexuelle Person guten Willen hat und Gott sucht, dann bin ich keiner, der sie verurteilt.“

Bislang war bereits das Eingehen einer Lebenspartnerschaft ein „schwerwiegender Loyalitätsverstoß“. Lesben und Schwule mussten ihre Partnerinnen und Partner verschweigen und sich verstecken, wollten sie nicht ihre Kündigung riskieren. Abzuwarten bleibt, wie die katholische Kirche in Zukunft reagiert, wenn ihre lesbischen oder schwulen Beschäftigten nicht mehr wie bisher heimlich, sondern offen heiraten.

Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, auch die der katholischen Kirche, haben ein Recht auf ein unbehelligtes und angstfreies Privatleben. Die katholische Kirche darf sich als Arbeitgeber nicht außerhalb des Diskriminierungsverbots in der Verfassung und dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz stellen. Wir erwarten, dass die neue Grundordnung in allen Diözesen schnellmöglich umgesetzt wird. Und: Der eingeschlagene Weg muss fortgesetzt werden."


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